Yoga Wurzeln

Yoga ist ein Übungsweg, dessen Wurzeln schon über 2000 Jahre alt sind.
Die ersten Abbildungen von Menschen in Yoga-Haltungen finden sich auf Steintafeln, deren Alter auf den Zeitraum von vor über 5000 Jahren datiert wird.
Das Wissen um Übungen für Körper, Atem und Geist, die den Menschen heilen und in seine Mitte bringen können, gehört zur ältesten Weisheit der Menschheit.
Im Laufe der Jahrhunderte ist dieses Wissen von Lehrern und Lehrerinnen an ihre Schüler und Schülerinnen weitergegeben und entwickelt worden.

Dabei sind viele unterschiedliche Traditionen des Yoga entstanden.

Erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts gelangte dieses Wissen nach Europa. Ab Mitte des 20.Jahrhunderts gab es vermehrt Veröffentlichungen zu dem Thema, erste Kurs- und Begleitungsangebote tauchten auf.

Der Berufsverband Deutscher Yogalehrender (BDY) wurde gegründet. Aber erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts war Yoga gesellschaftlich anerkannt und hatte sich einen Platz im Programm der Gesundheitsvorsorge der Krankenkassen erobert.
Meine Arbeit steht in einer der alten indischen Traditionen des Yoga, die mit den Namen Krishnamacharya und Desikachar verbunden ist. In Deutschland wurde sie von meinen Lehrern Imogen Dalmann und Martin Soder sowie von R. Sriram einer großen Zahl von SchülerInnen vermittelt.

  • Hier wird die Lehre des Yoga modern und lebensnah vermittelt.
  • Die traditionellen Texte, wie das Yoga-Sutra, die Hatha-Yoga-Pradipika, die Lehren des Nathamuni u.a. werden für die Yogapraxis und den Alltag so nutzbar gemacht, dass sie für Menschen unserer Zeit eine Hilfe sein können.
  • Weltanschauliche Offenheit, Transparenz und Hinterfragbarkeit des Übens sind dabei eine unverzichtbare Voraussetzung
  • Im Mittelpunkt dieser Art der Yogavermittlung steht die Einsicht, dass jeder Mensch einzigartig ist. Daher muss sich der Yogaunterricht an den Bedürfnissen, Möglichkeiten, Grenzen und Fähigkeiten des einzelnen Menschen ausrichten.
  • Der kulturelle und religiöse Hintergrund und die körperliche und psychische Situation der Übenden müssen dabei respektiert werden
  • Diese Art des Übens ist auch durch eine besondere Betonung des Übens mit dem Atem und einen sinnvollen, klar strukturierten Aufbau der Übungspraxis mit Vorbereitung und Ausgleich gekennzeichnet
  • Die Körper- und Atemübungen des Hatha-Yoga bilden einen Schwerpunkt in den Kursen. Meine Arbeit bezieht die Grundprinzipien des Yogasutra von Patanjali (Rajayoga) mit ein. Das komplette ganzheitliche Übungssystem des Yoga für Körper, Atem und Geist wird vermittelt.

So kann Yoga seine volle Wirksamkeit entfalten und helfen, körperliche und mentale Gesundheit zu fördern. Nur so kann Yoga ein Weg sein klarer, einfühlsamer und authentischer mit sich und anderen umzugehen.

Diese Art des Übens ist in Deutschland unter dem Namen Viniyoga bekannt geworden. Dies meint nicht eine eigene Tradition des Yoga neben anderen, sondern eben diese besondere Art der Anwendung und Anpassung des Yoga bezogen auf den einzelnen Menschen.

Hier geht es um “Angewandten Yoga”.
Ich fühle ich mich in meiner Arbeit auch zutiefst der Weisheit der großen Meditationstraditionen verpflichtet. Der Yoga nennt die Meditation (dhyana) mit ihren Abschnitten Konzentration, Meditation und Einswerden den “Inneren Weg”.
Meine eigenen Wurzeln liegen hier in der zeitübergreifenden Gemeinschaft der Menschen auf der Suche nach dem Grund des Seins, wie wir sie in der Spiritualität der Upanishaden finden können, ebenso bei den konfessionsübergreifenden spirituellen Wegen, wie sie mein spiritueller Lehrer Willigis Jäger und viele andere in unserer Zeit lehren.

Eigene Veröffentlichungen

Vom Abenteuer, sich selbst zu entdecken. Yoga mit Jugendlichen, in: Viveka. Hefte für Yoga Nr. 6, 1995

Ausgeglichenheit und Distanz. Yogaunterricht für Menschen mit Tinnitus, in: Viveka. Hefte für Yoga Nr. 17, Oktober 1999

Über Imagination und Spiritualität, in: Festschrift für Uwe Böschemeyer, hg. v. C.Böschemeyer und M.v.Capellen, 2004

Literaturhinweise:

Desikachar, T.K.V. Über Freiheit und Meditation. Das Yoga-Sutra des Patanjali, Verlag Via Nova 2003
Dalmann, Imogen/
Soder, Martin
Warum Yoga. Über Praxis, Konzepte, Hintergründe, viveka Verlag
Kaiser, Anette, Jenseits aller Pfade. Visionen einer neuen Spiritualität, Theseus Verlag 2004
Sriram, R. Yoga-Neun Schritte in die Freiheit. Ein Weg zu Gesundheit und Selbstbewusstsein, Theseus Verlag 2001
Simon-Wagenbach, Helga, Vollende, was du bist. Der integrale Weg, Theseus Verlag 2007
Jäger, Willigis Westöstliche Weisheit. Visionen einer integralen Spiritualität, Theseus Verlag 2007
Richard Stiegler Kein Pfad. Aus der Stille leben, Kamphausen Verlag 2005
VIVEKA Hefte für Yoga, hg. Von Imogen Dalmann und Martin Soder; zu beziehen über: Berliner Yoga-Zentrum, Meraner Str. 6, 10825 Berlin FAX 030-213478996 und Telefon 030-21478995

Internetseiten, die weitere Informationen bieten:

Yoga Individuell. Institut für Qualifikation, Forschung und Therapie: www.yoga-info.de

Zeitschrift VIVEKA: www.viveka.de

Kompetenznetz Yoga: www.kompetenznetzyoga.de