Wozu individuelle Begleitung im Yoga?

Jeder Mensch ist einzigartig in seiner Körperstruktur, mit seinem Atem, mit seinem Denken und Fühlen. Daher passt auch nicht jede Yoga-Haltung, jede Atem-Übung oder Meditation für jeden.

Schon in der Hatha-Yoga-Pradipika, einem der klassischen Grundlagentexte des Yoga , heißt es, dass wir mit einer passenden Yoga-Praxis viele Krankheiten lindern oder heilen können, Übungen, die nicht zu uns passen oder die fehlerhafte Ausführung dagegen könnten auch krank machen.

In Indien wurde der Yoga über Jahrhunderte individuell vermittelt. Erst im letzten Jahrhundert
verlagerte sich der Schwerpunkt auf das Üben in Gruppen, nicht immer nur mit positiven Auswirkungen.
Meine Arbeit steht in einer der alten Traditionen des Yoga, in der die persönliche Begleitung im Einzelunterricht immer lebendig geblieben ist und einen Schwerpunkt der Arbeit bildet. Hier wurde das Wissen tradiert und weiterentwickelt, wie die klassischen Formen des Yoga-Übens mit Körper, Atem und Geist(asana, pranayama, dhyana) an den einzelnen Menschen angepasst werden können, so dass sich eine optimale Wirkung entfalten kann.

Wir verstehen Yoga als einen offenen Weg zu mehr Gesundheit und innerem Frieden frei von weltanschaulichen Vorgaben: Der individuelle Mensch mit seinen Möglichkeiten und Grenzen, seinen Wünschen und Zielen steht im Mittelpunkt.

Vor allem dadurch können wir den vielfältigen Zielen der Menschen, die zu uns kommen gerecht werden. Sie reichen vom Bedürfnis nach körperlicher Bewegung über den Wunsch nach Heilung bis zur Suche nach Antworten auf wichtige Lebensfragen oder die Begleitung in der Meditation.

Wir können dadurch das Übungssystem des Yoga sowohl therapeutisch einsetzen als auch Persönlichkeitsentwicklung fördern oder spirituelle Suche begleiten
Welche Ziele im Mittelpunkt der Einzelbegleitung stehen, das hängt von den Vorgaben und Entscheidungen der Menschen ab, die zu uns kommen.

Die Erfahrung vieler Jahre der Begleitung von Menschen im Einzelunterricht zeigt, dass eine Yogapraxis um vieles wirksamer wird, wenn sie regelmäßig und nicht nur einmal wöchentlich selbständig und eigenverantwortlich im eigenen Rhythmus und in den Alltag integriert geübt wird.

Auch eine Reihe neuerer wissenschaftlicher Studien zur Wirksamkeit von Yoga bei bestimmten Krankheitsbildern (Bluthochdruck, Migräne,u.a.) bestätigen das: Durchgreifende Veränderungen lassen sich vor allem dann erzielen, wenn ein für die Person und ihr Krankheitsbild ausgewählte Übungsprogramm über einen längeren Zeitraum täglich geübt wird.